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1989

Die Toten von Assos

Archäologische Ausgrabungen in Kleinasien

Projektleitung

Prof. Dr. Reinhard Stupperich

English summary

The ruins of the ancient city of Assos, founded by settlers of the neighboring island of Lesbos in the seventh century BC, are still standing today on a high cliff next to the sea in the south of Troy, on the northwest coast of today's Turkey. In 1989, a rare opportunity for an international and interdisciplinary cooperation between German, Turkish and American scientists and students presented itself. Together, the necropolis of Assos were to be excavated and analyzed historically and archaeologically.

 

With the initiative of Prof. Dr. Elmar Schwertheim from the Westfälische Wilhelms-Universität Münster, the Gerda Henkel Foundation supported a project devoted to the excavation of the main necropolis in front of the monumental West Gate. Prof. Dr. Reinhard Stupperich took over the coordination of this project.

 

Shortly after the beginning of the excavations, several sarcophagi from the time around 500 BC were found whose contents were unusual: in one sarcophagus were found five and in another one six skeletons. An unexpected highlight of the excavation campaign took place on the last day of the excavations. In a spontaneous archaeological prospection, the archaeologists discovered remains of an archaic sanctuary that had been rummaged by tomb raiders. We talked to Professor Stupperich in Heidelberg about the excavation and his experiences in Assos.

Auf einem hohen Felsen direkt am Meer südlich von Troja, an der Nordwest-Küste der heutigen Türkei, erheben sich noch heute die Ruinen der antiken Stadt Assos, die im siebten Jahrhundert v. Chr. von Siedlern der benachbarten Insel Lesbos gegründet wurde. Im Jahr 1989 ergab sich hier die seltene Gelegenheit für eine internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit von deutschen, türkischen und amerikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden. Gemeinsam sollte die Nekropole von Assos ausgegraben und historisch-archäologisch untersucht werden.

Auf Initiative von Prof. Dr. Elmar Schwertheim von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unterstützte die Gerda Henkel Stiftung ein Projekt, das sich den Ausgrabungen der Haupt-Nekropole vor dem monumentalen West-Tor widmete und dessen Leitung ProfIn einem Sarkophag befanden sich fünf und in einem weiteren sogar insgesamt sechs Skelette. Dr. Reinhard Stupperich übernahm. Schon kurz nach Beginn der Ausgrabungen wurden mehrere Sarkophage aus der Zeit um 500 v. Chr. gefunden, deren Inhalt ungewöhnlich war: in einem Sarkophag befanden sich fünf und in einem weiteren sogar insgesamt sechs Skelette. Ein unerwarteter Höhepunkt der Grabungskampagne ergab sich am letzten Tag der Ausgrabungen. Bei einer spontanen Begehung entdeckten die Archäologen Überreste eines archaischen Heiligtums, das Raubgräber aufgewühlt hatten. Wir haben mit Professor Stupperich in Heidelberg über die damalige Grabung und seine Erfahrungen in Assos gesprochen.

Prof. Dr. Reinhard Stupperich im Gespräch mit Georgios Chatzoudis

Projektinformationen

Projekttitel Ausgrabungen in Assos
Projektleitung   

Prof. Dr. Reinhard Stupperich

Institution Universität Münster
Fachbereich Archäologie
Datierung 600 v. Chr.

Karte

Projektort
   
Projektleitung
Prof. Dr. Reinhard Stupperich

Sämtliche Bilder entstammen dem Forschungsprojekt. Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Reinhard Stupperich.

2005

Vom Krieg zum Krieg

 

1988

Forschungen über die Peripherie der Peripherie