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2009

Kuti-e Baghtscha – Ein Garten mit Aussicht

Restaurierung des königlichen Pavillons in Kabul, Afghanistan

Projektleitung

Dipl.-Ing. Sekandar Ozod-Seradj

English summary

In a country as troubled by war and crises as Afghanistan, the restoration of a small building can have a large symbolic effect. Such is the case with Kuti-e Baghtscha, a garden pavilion in Kabul built in 1880 by order of Emir Abdur Rahman Khan as a part of the royal palace. Once a prestigious building and a symbol of the country’s nation building process, the pavilion’s structural condition started to deteriorate in the 1970s. With the help of the German Foreign Office and the Gerda Henkel Foundation, the architect Sekandar Ozod-Seradj initiated a fundamental restoration and conservation of the building in 2009. The project also included a training programme for young Afghans. We talked with Sekandar Ozod-Seradj about his experiences in Afghanistan and the difficulties he faced.

Fassade von Norden vor Beginn der Arbeiten. Deutlich zu sehen sind Schäden und mangelhafte Putzergänzungen an der mehrfach überstrichenen Fassade.

[Bildquelle:

Sekandar Ozod-Seradj

]

In einem kriegs- und krisenerschütterten Land wie Afghanistan kann die Restaurierung eines kleinen Gebäudes große Symbolkraft haben. Der Pavillon Kuti-e Baghtscha („Haus des Gärtchens“) in Kabul ist so ein Gebäude. Der Gartenpavillon ist Teil des Arg-Komplexes, des früheren Königspalasts, der 1880 im Auftrag von König Amir Abdur Rahman, „der Eiserne“, errichtet und in den folgenden Jahrzehnten zu einem großen Areal ausgebaut wurde. In dem zweistöckigen Gartenpavillon, der die Form eines Oktagons hat, trafen sich Könige, hochrangige Persönlichkeiten und Diplomaten. Entsprechend aufwändig waren die Einrichtung und Verzierungen im Innern des Gebäudes. Als Teil des Arg-Komplexes, ist Kuti-e Baghtscha oder „Amirs Pavillon“, wie der Bau auch genannt wird, ein Zeichen des damaligen Nationsbildungsprozesses in Afghanistan.

Sekandar Ozod-Seradj im Gespräch mit Georgios Chatzoudis

Im Laufe des 20. Jahrhunderts verlor der Pavillon jedoch seine ursprüngliche Funktion und wurde unter anderem als Museum genutzt. Kriege und Konflikte führten ab den späten 1970er Jahren dazu, dass das Gebäude verfiel und auch Restaurierungsarbeiten scheiterten. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts und der Gerda Henkel Stiftung unternahm der Kölner Architekt Sekandar Ozod-Seradj eine grundlegende Instandsetzung und Konservierung. Im Rahmen eines Ausbildungsprogramms erwarben junge afghanische Frauen und Männer restauratorisches Fachwissen. Mit Blick auf den Garten des Stiftungshauses haben wir mit Sekandar Ozod-Seradj über das Projekt gesprochen.

Kuti-e baghtscha, Raum 2.11, südliche Wand, linkes Feld, Vase eines Lebensbaumes (vor Beginn der Arbeiten und im gefestigten und gereinigten Zustand)

[Bildquelle:

Bernhard Streicher

]

Projektinformationen

Projekttitel Restaurierungsprojekt "Kuti-e Baghtscha", Kabul, Afghanistan
Projektleitung   

Dipl.-Ing. Sekandar Ozod-Seradj

Institution Afghan Rehabilitation Group (ARG e.V.)
Datierung 1880 n. Chr.

Karte

Projektort
   
Projektleitung
Dipl.-Ing. Sekandar Ozod-Seradj

1979

Alles auf eine Karte

 

1986

Eine Kirche ohne Ecken und Kanten