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Der Rechtsstaat – eine Idee, zwei Wege

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Ein Spaziergang durch die Menschheitsgeschichte

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L'art pour l'Académie

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2003

Das Aufblühen eines Orchideenfachs

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Anweisungen für den Weltanschauungskrieger

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Vom Krieg zum Krieg

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Eine Weinlaube in der Wüste

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2016

Mare Nostrum

2003

Das Aufblühen eines Orchideenfachs

Stiftungsprofessur für Ostasiatische Kunstgeschichte an der FU Berlin

Projektleitung

Prof. Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch

English summary

In the late 1990s, East Asian art history was a small and rather “exotic” area of study at German universities. Following the initiative of Anette Petersen-Brandhorst, who held the chair of the Board of Trustees of the Gerda Henkel Foundation, the Foundation financed the installment of a professorship for East Asian art history at the FU Berlin. The ideal candidate for this position was found to be Professor Jeong-hee Lee-Kalisch in 2002. Almost 15 years later, the department for East Asian art history has successfully established itself at the university and within the German academic landscape. In our video interview we talk to Professor Lee-Kalisch about the early days and the challenges of creating a new department from scratch.

Noch bis Ende der 1990er Jahre hatte das Fach Ostasiatische Kunstgeschichte als sogenanntes Orchideenfach in der deutschen Universitätslandschaft einen schweren Stand. 1998 beschloss die Gerda Henkel Stiftung, Fördermittel zur Errichtung eines Lehrstuhls zu bewilligen – ein langwieriges Unterfangen, wie sich herausstellen sollte. Die Initiative ging zurück auf die damalige Kuratoriumsvorsitzende Anette Petersen-Brandhorst, Tochter der Stiftungsgründerin Lisa Maskell. Sie hatte bereits selbst zu japanischen Keramiken gearbeitet, weshalb sie dem Projekt sehr verbunden war. Für die Stiftung erhielt die geplante Stiftungsprofessur durch den plötzlichen Tod von Frau Petersen-Brandhorst 1999 noch einmal eine besondere Bedeutung.

Aber wie lässt sich der Grundstein für einen neuen Lehrstuhl legen? Es galt, eine Professorin oder einen Professor zu finden, eine Fachbibliothek und Diathek aufzubauen, Mitarbeiterstellen zu besetzen, ein Curriculum zu erarbeiten und Studierende auf das Fach aufmerksam zu machenDie Initiative geht zurück auf die damalige Kuratoriumsvorsitzende Anette Petersen-Brandhorst, Tochter der Stiftungsgründerin Lisa Maskell.. Hierfür stellte die Gerda Henkel Stiftung den Betrag von zwei Millionen D-Mark für Personal und Sachmittel für fünf Jahre zu Verfügung. Nach Ablauf der fünf Jahre sollte die Professur von der Universität übernommen werden. Nach anfänglicher Suche fand die Stiftung an der Freien Universität Berlin gute Bedingungen vor, wo bereits eine Kooperation mit dem Berliner Museum für Ostasiatische Kunst vorgesehen war.

Prof. Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch im Gespräch mit Georgios Chatzoudis

Die Suche zur Besetzung des Lehrstuhls nimmt mehr Zeit in Anspruch als geplant, so dass Prof. Dr. Willibald Veit, der damalige Direktor des Museums für Ostasiatische Kunst, das Fachgebiet zunächst vertritt. 2002 wird mit Prof. Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch, zuvor am Museum für Ostasiatische Kunst in Köln und an der Kulturstiftung Ruhr in Essen tätig, die passende Kandidatin gefunden. Am 11. Juni 2003 hält sie ihre offizielle Antrittsvorlesung.

Fast 15 Jahre später ist das Fach an der Universität aber auch in der Forschungslandschaft fest etabliert. Welche Probleme, aber auch welche Erfolge die Ostasiatische Kunstgeschichte an der FU Berlin durchlebt hat, dazu haben wir Professorin Lee-Kalisch befragt.

Projektinformationen

Projekttitel Stiftungsprofessur für Ostasiatische Kunstgeschichte
Projektleitung   

Prof. Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch

Institution FU Berlin
Fachbereich Kunstgeschichte
Datierung 1998 n. Chr.

Karte

Projektort
   
Projektleitung
Prof. Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch

Titelbild: Tosa Hirochika (Schaffenszeit: ca. 1439–1487), Maler
 Gohanazono (1419–1471), Kalligraph, Japan, Muromachi-Zeit, 
Mitte 15. Jahrhundert, Querrolle, Tusche und Farben auf Papier, H. 32,1, B: 1046,8 cm

[Bildquelle:

© Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Fotograf: Jürgen Liepe

]

1990

Der Tempel unter dem Kartoffelacker

 

2008

Eine umgekehrte Pyramide in der Erde